Was sind unsere pädagogischen Leitlinien?

  • add Unser Bild vom Kind

    Der Leitsatz von Maria Montessori "Hilf mir es selbst zu tun" prägt unser Bild vom Kind. Jedes Kind ist eine individuelle Persönlichkeit mit eigenen Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten. Indem es gegenseitige Wertschätzung und Achtung erfährt, entwickelt es Vertrauen in seine Fähigkeiten und seine Umwelt. Eine verlässliche Bezugsperson hilft dem Kind sich ganzheitlich entfalten zu können. Durch selbständiges und eigenverantwortliches Handeln, entsteht beim Kind Freude am Tun und Lernen.

  • add Unser Verständnis von Bildung und Erziehung

    Jeder Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Bildung ist ein lebenslanger und selbsttätiger Entwicklungsprozess. Das Kind eignet sich spielerisch und in Interaktion die Fähigkeit an, das tägliche Leben zu bewältigen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Begleitung durch Bezugspersonen, zu denen verlässliche und vertrausnvolle Bindungen und Beziehungen bestehen.

  • add Unser Verständnis von Lernen

    Das lebenslange Lernen beginnt mit der Geburt. Menschen lernen in der Aktion mit ihrer Umwelt stetig. Da die Kindheit die lernintensivste Zeit darstellt, wird Spielen und Lernen als Einheit betrachtet, bei der das soziale Umfeld eine wichtige Funktion einnimmt. Eine anregende Umgebung, Motivation und verständnisvolle Vorbilder regen das Kind an, spielerisch Erfahrungen mit allen Sinnen zu sammeln und als Wissen zu begreifen.

  • add Die Rolle der Erzieherin/des Erziehers

    Die Erzieherin/der Erzieher lässt sich auf das Handeln und Werden des Kindes mit großem Respekt und Wertschätzung für dessen Bildungsprozesse ein und nimmt es ernst. Sie/er gibt den Kindern Orientierung, Sicherheit und Halt durch liebevolle Zuwendung und notwendige Grenzsetzung. Die Erzieherin/der Erzieher ist dafür verantwortlich ein anregendes Umfeld zu schaffen. Jedes Kind muß Unterstützung, Begleitung und Herausforderung entsprechend seinem Entwicklungsstand erfahren. Durch ihr/sein Vorbild und durch eine vertrauensvolle Atmosphäre schafft die Erzieherin/der Erzieher im Kindergarten die Grundlage für die kindliche Entwicklung. Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist selbstverständlich.

  • add Unser Verständnis von Partizipation

    Die Kinder suchen gemeinsam nach Lösungen und gestalten das Miteinander in der Einrichtung. Die Kinder treffen und beteiligen sich an Entscheidungen und erleben die Wirksamkeit ihrer Beschlüsse. Die Kinder lernen mit Frustration umzugehen und Entscheidungen der Mehrheit zu akzeptieren. Durch eigene Entscheidungen erfahren die Kinder Anerkennung und Wertschätzung. Die Kinder fühlen sich angenommen. Partizipation ist ein Recht, das Kindern unabhängig von der "Gnade" der Erwachsenen zusteht.

  • add Unser Umgang mit Vielfalt

    Jedes Kind hat ungeachtet seiner Herkunft, Religion und Entwicklung ein Anrecht darauf, bedingungslos angenommen zu werden. Daraus ergibt sich eine individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes in der Vielfältigkeit der Gruppe. Gemeinsame Spielprozesse fördern die Entwicklung der Kinder entscheidend und geben ihnen vielfältige Lernimpulse.

  • add Unser Umgang mit Beschwerden

    Die Kinder und die Erziehungsberechtigten haben ein Recht, ihre Wünsche nach Veränderung zu äußern. Die pädagogische Fachkraft kommt dem Wunsch nach Klärung nach und schafft allgemeine Zufriedenheit durch Offenheit bei der Lösungssuche. Es ist wichtig, die Unzufriedenheit anzusprechen, damit eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist. Das ist die Grundlage für eine gute Erziehungspartnerschaft und eine angenehme Atmosphäre.

Was sind unsere Bildungs- und Entwicklungsfelder?

  • add Körper

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    Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.

    Sokrates

    In den ersten 6-8 Lebensjahren der Kinder werden wichtige Grundlagen für ein positives Körpergefühl gelegt. Bewegung ist Leben. Durch Bewegung lernen Kinder so gut wie alles, vom Körper- und Raumverhältnis bis zur Sprache und zum Zahlenverständnis. Bewegung ist die Basis allen Lernens.

    Durch ein ausgewogenes Maß von Bewegung und Ruhe und eine gesunde Ernährung wird die kognitive und seelische Entwicklung der Kinder gefördert.

    Vielfältige Angebote wie angeleitetes Turnen, Rhythmik, Bewegungsspiele, tägliches Spiel im Garten und Ausflüge in die nähere Umgebung unterstützen den Bewegungsbedarf der Kinder.

  • add Sinne
    Spielende Kinder im Herbst

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    Wenn unsere Sinne fein genug wären, würden wir die unbewegt ruhenden Felsen als tanzendes Chaos erfahren.

    Friedrich Nietzsche

    Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und entdecken die Welt durch Sehen, Beobachten, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen und Schmecken. Sie nutzen ihre Sinne, um sich die Welt ästhetisch anzueignen, sich in ihr zu orientieren und sie mitzugestalten.

    Im Kindergarten stehen den Kindern vielfältige Materialien zur differenzierten Wahrnehmung zur Verfügung.

    Intensive Sinneseindrücke sammeln die Kinder u.a. in Rhythmikstunden, bei Kleingruppenangeboten, im Garten und bei Ausflügen in die Natur.

  • add Sprache
    Schreiben und lesen lernen

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    Kinder haben hundert Sprachen.

    Louis Malaguzzi

    Die Sprachbildung, zuerst in Form der gesprochenen Sprache und später in Schriftform, hat für das Lernen eine herausragende Bedeutung. Die Kinder erweitern im Kindergarten ihre Ausdrucksfähigkeit, indem sie mit anderen kommunizieren, über Sprache ihre eigenen Ziele erreichen, die Erzieherinnen/Erzieher als aktive Gesprächspartner erleben, Sprache mit Rhythmik, Musik, Mimik und Gestik verknüpfen sowie unterschiedliche Sprachen als Ausdrucksmöglichkeit erfahren. Gezielte Erweiterung der Sprachkompetenz findet durch in den Alltag integrierte sprachanregende Angebote statt, in Anlehnung an die Inhalte der Würzburger und Freiberger Sprachmodelle. In der Sprach-Spiel-Gruppe findet gezielte Förderung der Sprache statt.

  • add Denken
    Kreativ sein

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    Erzähl mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere. Lass es mich tun und ich verstehe.

    Konfuzius

    Kinder besitzen bereits sehr früh erstaunliche Fähigkeiten im Wahrnehmen und Denken. Was, wie, wodurch, warum, wozu?

    Durch das Aufgreifen von Ideen und Gedanken der Kinder, durch gezielte Fragestellungen und Gespräche, durch das Bereitstellen von Materialien und durch das Durchführen von Projekten werden die Kinder zum Nachdenken, Experimentieren und zum Gedankenaustausch angeregt.

  • add Gefühl und Mitgefühl
    Kind kuschelt mit Katze

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    Alles, was ihr für euch von den Menschen erwartet, das tut ihnen auch.

    Jesus Christus (Matthäus 7,12)

    So, wie Kinder lernen müssen, auf zwei Beinen zu stehen oder eine Tasse festzuhalten, so müssen sie auch lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen.

    Die Zeit im Kindergarten soll den Kindern helfen, Gefühle in sich selber wahrzunehmen, sie nicht zu unterdrücken, aber ihnen auch nicht wehrlos ausgeliefert zu sein. Im nächsten Schritt entwickeln die Kinder die Fähigkeit, Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen.

    Gemeinsam werden z.B. Regeln für ein harmonisches Miteinander aufgestellt. Die Kinder werden angeleitet, in Konfliktsituationen eigenständig oder mit Hilfe anderer Kinder bzw. der Erzieherin/dem Erzieher einen Lösungsweg zu suchen.

  • add Sinn, Werte und Religion
    Auf der Erde

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    Es ist ein Unterschied, ob man von Kindheit an lernt, die Hände zu falten oder die Faust zu ballen.

    Helmuth Walthers

    Kinder begegnen der Welt grundsätzlich offen. Sie philosophieren über Gott, Grund und Ursprung der Welt, das Warum von Leben, Leid und Freude. Bei uns erfahren Kinder unterschiedlicher Religions- und Konfessionszugehörigkeit in besonderem Maße Zuwendung auf ihrer Suche nach Geborgenheit, Vertrauen und dem Sinn des Daseins.

    Die Kinder begegnen im Kindergartenalltag religiösen Inhalten und Symbolen, biblischen Geschichten und christlichen Bräuchen. Sie erleben christliche Feste wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt oder Erntedank im Kindergarten und in der Kirche.

    Gemeinsam mit den Kindern hören, besprechen, spielen, malen und gestalten wir biblische Geschichten, beten, führen Gespräche über Gott, singen christliche Lieder und begegnen dem Gemeindepfarrer im Kindergottesdienst und bei anderen Anlässen.

Wie arbeiten wir mit den Eltern zusammen?

Freunde unter sich

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Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen bildet die Grundvoraussetzung für eine Erziehung zum Wohl des Kindes.

Kurze Elterngespräche: Je nach Gruppensituation führen wir „zwischen Tür und Angel“ kurze Gespräche mit den Eltern. Für eine längere Besprechung bitten wir einen gesonderten Termin mit der zuständigen Erzieherin zu vereinbaren.

Ausführliches Elterngespräch: Einmal im Jahr findet von uns aus ein Elterngespräch statt. Gemeinsam mit den Eltern betrachten wir die momentane Situation und den Entwicklungsstand des Kindes und besprechen, wie das Kind weiter optimal gefördert und begleitet werden kann.

Elternabend: Am Elternabend nach den Sommerferien werden die neuen Elternbeiräte gewählt. Desweiteren gibt es Abende zu pädagogischen Themen, Projekten und Erziehungsfragen.

Elterninitiative: Engagierte Eltern organisieren z.B. den Kleider- und den Weihnachtsmarkt. Der Erlös kommt dem Kindergarten zu Gute.

Elternzeitschrift: Informationen erhalten die Eltern regelmäßig an der „Infowand“ und über die Elternzeitschrift (4x jährlich).

Bei Veranstaltungen und Festen freuen wir uns stets über die tatkräftige Unterstützung der Eltern.

 

       

     

Wie ist unsere Zusammenarbeit im Team?

Viele Hände schaffen Zusammenhalt

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Team: Unser Team besteht aus mehreren pädagogischen Fachkräften. Wir ergänzen und unterstützen uns inhaltlich. Unsere Zusammenarbeit verläuft gleichberechtigt. Jede Fachkraft bringt ihre Persönlichkeit und ihre individuellen Fähigkeiten ein und trägt so zur Vielfalt in der praktischen Arbeit bei.

Teambesprechung: In der wöchentlichen Teamsitzung reflektieren wir unsere Arbeit. Wir tauschen uns über Beobachtungen aus, die wir im Gruppenalltag gemacht haben. Außerdem treffen wir Absprachen zur Organisation von Terminen, Festen und Elternabenden. Gemeinsam planen wir unsere Projekte, die in jeder Gruppe - angepasst auf die Fähigkeiten und das Tempo der Kinder – individuell durchgeführt werden.

Fortbildungen: Alle Fachkräfte nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil um eine qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit zu gewährleisten.