Die Evang. Gesamtkirchengemeinde Gerlingen begrüßt, dass auch künftig den Schulträgern und Schulen die Wahl zwischen der Einführung der Ganztagsschule und der Beibehaltung der Kernzeitbetreuung möglich ist. So werden bewährte Konzepte nicht vorschnell verworfen und regionale/strukturelle Gegebenheiten berücksichtigt. Wir sprechen uns dafür aus, diese Option auch für die Klassen 5 und 6 vorzusehen.
Wir halten es für wichtig, dass Freiräume erhalten bleiben für Einzelabsprachen zwischen Schulen und Kirchengemeinden, was Angebot und Modalitäten der gemeinsam verantworteten Aktivitäten angeht.
Für die Weiterentwicklung kirchlicher Jugendarbeit ist es von entscheidender Bedeutung, dass die angebotenen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche weiterhin in kirchlichen Räumen stattfinden können, auch wenn das Angebot in Kooperation mit der Schule erfolgt.
Wir setzen uns dafür ein, dass Jugendliche, die im Rahmen der kirchlichen Jugendarbeit an Schulen Veranstaltungs- und Gruppenverantwortung übernehmen, dafür eine entsprechende Anerkennung (z. B. in der seitherigen Form einer Bescheinigung im Zeugnis/im Qualipass und – für die Oberstufe des Gymnasiums - eine Freistellung/Anrechnung für/von bis zu 2 Wochenstunden) erhalten.
Nachdrücklich unterstützen wir den dringenden Wunsch der örtlichen Schulen nach Einführung bzw. Ausbau von Schulseelsorge im Umfang von 2 bis 3 Wochenstunden pro Schule.
gez. Dr. Hella Steineck-Kinder, gez. Pfarrer Wilfried Braun